StadtSportVerband Gladbeck - "Wir bringen Menschen in Bewegung"
Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des StadtSportVerbandes Gladbeck wies die damalige Ministerin für Stadtentwicklung, Kultur und Sport des
Landes Nordrhein-Westfalen, Ilse Brusis, darauf hin, dass die Sportvereine das engmaschige soziale Netz des Sportes bilden.
Die Sportbünde sind die Knoten in diesem Netz, die seine Haltbarkeit gewährleisten.
Je stärker sie ihre satzungsgemäßen Aufgaben erfüllen, so Ilse Brusis, umso besser kann sich der Vereinssport entwickeln: sportfachlich,
sportartübergreifend, gesellig und kulturell.
Dies fördert den Erlebniswert des Sports. Gleichzeitig gewinnt die Sportorganisation als politisch handelnde Gesellschaft immer mehr an Bedeutung.
Der Sport ist in unserer Stadt ein wichtiges Politikfeld.
Er bietet wie kein anderer Bereich in unserer Stadt Möglichkeiten, Formen und Chancen des sozialen Miteinanders, der sozialen Integration und beim
demografischen Wandel.
- Denn der Sport in unserer Stadt
- fördert Kinder und Jugendliche in ihrer physischen und mentalen Entwicklung
- ermöglicht das Erlernen und Ausüben elementarer sozialer Kompetenzen
- leistet die Einbindung von Minderheiten
- fördert die individuelle Leistungsbereitschaft
- steht für das Erfahren gesellschaftlicher und individueller Werte
- ist ein zunehmend an Bedeutung gewinnender Wirtschaftsfaktor
Dabei stellt der Sport die gesellschaftlich akzeptierten Werte von Gleichstellung, Nachhaltigkeit und Gemeinwohlorientierung in den Mittelpunkt seiner Weiterentwicklung.
Der StadtSportVerband Gladbeck hat in seiner 63-jährigen Geschichte die Sorgen der Vereine erkannt,
neue Entwicklungen im Sport initiiert und in Handlung umgesetzt.
Er ist einer jener vielen Motoren, die kommunal- und sportpolitische überlegungen in die Räte und Verwaltungen der Städte
und Gemeinden einbringen.
Er sorgt in seiner Sprachrohr-Funktion für die Vereine maßgeblich in Gladbeck für gute Rahmenbedingungen, damit es den
Sportvereinen möglich bleibt, immer mehr Menschen zu einer aktiven Sport- und Freizeitbetätigung zu bewegen.
Dies gilt gleichermaßen für den Leistungs- und Breitensport.
Die Förderung der Kinder und Jugendlichen liegt uns ganz besonders am Herzen.
Die Mitgliedsvereine des StadtSportVerbandes leisten bereits heute in verschiedenen Kooperationsprojekten mit Schulen Erhebliches in der
Jugendarbeit.
Durch die Ganztagsangebote besonders im Elementar- und Primarstufenbereich in der Grundschule werden diese Kooperationsformen noch mehr an
Bedeutung gewinnen.
Der Sport vermag zu helfen, dass solche Angebote nicht ausschließlich kustodial konzipiert werden.
Neben kognitiver Förderung spielt die motorische Entwicklung für die Gesamtentwicklung von Kindern eine herausragende Rolle.
In diesem Zusammenhang möchten wir gern an das Projekt "Eine Sportart für jedes Kind" stadtweites Netzes zur Förderung des
Kinder- und Jugendsportes" mit Highlights wie dem Volksbank-Jugendsportpreis, dem Bürgermeister-Cup, der ELE-Familiade,
Sparkassen Ferien-Fußball-Camps, dem ELE-Junior-Cup, internationale Jugendsportbegegnungen, Teilnahme an internationalen
Fußballturnieren, Sparkassen-Kinder-Kletter-Clubs und den Sparkassen-Stadtteil-Spielfesten.
Wir weisen besonders darauf hin, dass der größte Bereich der Jugendförderung in unserer Stadt von den Sportvereinen geleistet
wird.
In den Vereinen des StadtSportVerbandes werden ca. 5.800 junge Menschen bis 14 Jahre ehrenamtlich betreut.
Bezieht man die Jugendlichen bis 18 Jahre mit ein, erhöht sich die Zahl der betreuten Jugendlichen auf 7.200.
Es dürfte in Gladbeck keine einzige Jugendeinrichtung geben, die so viele Jugendliche erreicht und regelmäßig und
verlässlich betreut wie die Sportvereine.
Dies geschieht für die Stadt Gladbeck auf Grund ehrenamtlichen Engagements der Mitarbeiter der Sportvereine zu äußerst geringen
Kosten in Form von Zuschüssen.
Man braucht nur die Besucherzahlen einzelner Jugendeinrichtungen in Relation zu setzen zu den Kosten und Besucherzahlen der übungsstunden
der Sportvereine.
Diese leisten einen maßgeblichen, um nicht zu sagen überragenden Beitrag der Jugendarbeit in der Stadt Gladbeck.
Das Engagement des Sportes in unserer Stadt ist generationenübergreifend.
Der Sport der älteren in Gladbeck, insbesondere der soziale Altensport, hat landesweite Vorbildfunktion.
Folgerichtig hat der Landessportbund NRW mit Unterstützung des Innenministers ein Projekt nach Gladbeck vergeben,
in dem modellhaft anderen Städten aufgezeigt wird, wie der Sport der älteren zielführend als Antwort des Sportes auf die
demografische Entwicklung verstanden und umgesetzt wird.
"Zukunft gestalten" aktiv und gesund älter werden in Gladbeck" ist eine gemeinsame Initiative des Stadtsportverbandes, der Stadt Gladbeck
und des Seniorenbeirates.
Wir alle werden älter. Die Lebenserwartung steigt. Eine Gesellschaft des langen Lebens ist die Zukunft.
Es geht darum, lange gesund, aktiv und selbstbestimmt zu bleiben.
Und wir wissen: Gerade Bewegung, Sport und körperliche Aktivität erhalten die Gesundheit bis ins hohe Alter, und Sport im Verein
bedeutet soziales Miteinander, Kommunikation und Geselligkeit.
Das wird alles künftig noch wichtiger. Es braucht ein neues Bild vom Alter und mehr Bewusstsein, Vernetzung, Qualifizierung, Ideen,
Impulse und Partnerschaft.
Die Gladbecker Seniorenarbeit im Sport zeichnet sich durch eine erhebliche Bandbreite aus.
Neben den vielen aktiven Seniorensportler/-innen in fast allen Gladbecker Vereinen sind allein im Verein "Sport für betagte Bürger"
1.000 Sportler/-innen organisiert.
Er ist somit einer der größten und aktivsten Vereine im Sport der älteren in Nordrhein-Westfalen und mit seinen vielen
Veranstaltungen eine der tragenden Säulen des lokalen (sport)-öffentlichen Lebens und Motor der sozialen Altensportarbeit.
Die Erwartungen und Ansprüche der älteren an die Vereine und Organisationen sind wegen der heterogenen Strukturen der
Bevölkerungsgruppe der älteren sehr unterschiedlich.
Alterungsprozesse werden derzeit noch als Verluste begriffen.
Nach den vorliegenden Erhebungen nutzen in Gladbeck derzeit ca. 17,2 % der Bevölkerung > 60 Jahre die sportlichen Angebote für
ältere.
Bezieht man die Anzahl der Sporttreibenden älteren ausschließlich auf die Vereine mit der LSB - Anerkennung "Verein Sport der
älteren" beträgt der Anteil lediglich 8,6 %.
In Gladbeck ist zwar auf dem Gebiete des Sportes mit älteren schon erstaunlich viel geschehen und man kann äußerst positive
Entwicklungen feststellen.
Aber die Medaille hat zwei Seiten. Es nehmen zwar heute 17,2 % der über 60-jährigen Bewohner Gladbecks Angebote und Hilfen in
Gladbecker Sportvereinen wahr.
Das heißt aber auch im Umkehrschluss, dass 82,8 % die Angebote der Sportvereine nicht wahrnehmen.
Für eine Sportstadt wie Gladbeck muss es daher gemeinsame Zielsetzung aller Beteiligten sein, diesen Anteil durch
öffentlichkeitswirksame Darstellung, Bewusstmachung in Politik, Sport und Gesellschaft sowie durch bedarfsorientierte Angebote im Laufe
des Projektes erheblich zu steigern.
Der dritte Schwerpunkt der Aktivitäten des StadtSportVerbandes liegt in der Gewaltprävention.
Im Rahmen des Bündnisses für Familien haben wir deshalb das Projekt "Präventionsmeetings zur Vermeidung von Gewalt im
Fußballsport" aufgelegt.
Sport ist in Deutschland ein Integrationsfaktor erster Güte.
Dies gilt in erster Linie für den Fußball. Durch das ehrenamtliche Engagement in Sportvereinen werden viele Kinder und
Jugendliche mit Migrationshintergrund besser in die Gesellschaft integriert.
Trotzdem kommt es im Sport leider immer wieder zu Auseinandersetzungen, die teilweise auch körperlich ausgetragen werden.
Dabei stehen nicht immer, aber häufig auch Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund im Mittelpunkt.
Gewalttätige Auseinandersetzungen konnten dabei in Gladbeck in letzter Zeit nur durch den Einsatz der Polizei unterbunden werden.
Wir haben bereits vor einigen Jahren als Sport deutlich gemacht, dass wir jede Form von Gewalt im Sport ablehnen und mit aller
Konsequenz dagegen vorgehen werden.
Dies geschieht u.a. durch das gemeinsame Positionspapier des Netzwerkes gegen Gewalt im Fußballsport und in dem Projekt "
Präventionsmeetings zur Vermeidung von Gewalt im Fußballsport".
Durch eine Vernetzung mit der Kriminalpolizei, der örtlichen Polizei, des Schul-und Sportamtes, der Sportpolitik, dem Fußballkreis
und der Fußballfachschaft, der Gleichstellungsbeauftragten und dem StadtSportVerband können Erfahrungen aller Beteiligten
eingebracht und Synergien im Sinne der Zielgruppe gehoben werden.
Erste vielversprechende, gemeinschaftlich erarbeitete inhaltliche Korrekturen und Ergänzungen (Anti-Aggression-Trainings,
Erlebnissportpädagogische Wochenendmaßnahmen in Sportschulen und Trainer-Workshops) belegen die erfolgreiche Arbeit dieser
Vernetzung.
Ziel ist eine sozialarbeiterische Sensibilisierung und systematische Deeskalation im Gladbecker Sport durch dieses Präventionsprojekt,
das sich insbesondere an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene richtet.
Aber auch an Schiedsrichter und verantwortliche in Vereinen, die besonders von der Problematik betroffen sind, richten sich Teile des Angebotes.
Das zweite Bein unserer Aktivitäten gegen Gewalt bildet das Projekt "Mutig und sicher gegen sexuelle Gewalt im Sport".
Dieses Projekt wird von den drei tragenden Säulen im partnerschaftlichen Verbundsystem Sportpolitik, öffentliche Sportverwaltung,
StadtSportVerband - im Sport gemeinsam gestützt und umgesetzt.
Der Sport versteht sich dabei als Rettungsinsel für die Betroffenen und will durch Informationen und Schulungen Respekt vor Grenzen
aufzeigen.
Das Logo des StadtSportVerbandes bringt es auf den Punkt: Wir bringen Menschen in Bewegung. Das ist untertrieben.
Diese Sportselbstverwaltung macht noch viel mehr. Machen auch sie mit!



Geben Sie einen Suchbegriff ein, um unsere umfangreiche Datenbank
nach Sportangeboten zu durchsuchen.
Die Online-
Vereins-
Helfen Sie als Verein mit beim Bürokratie-
